Frage von özlem: Herz-Rhythmus-Störungen – beim abhören überhört?
Hallo zusammen,
eigentlich geht es hier um meinen Hund. Ich will von vornherein sagen, dass ich dem behandelnden Tierarzt keinen Vorwurf machen will. Ich will nur wissen, was passiert ist. Ich will Erklärungen. Und ich möchte daraus für die Zukunft lernen.
Ich schreibe nun nicht im Tierbereich, weil ich hoffe, hier eher Antworten zu bekommen. Und ich denke, Human- und Veterinärmedizin haben doch einige Gemeinsamkeiten.
Folgendes: am 20.11. (Sonntag) gingen wir abends mit unserer Hündin Rosa noch in die Tierklinik, wegen Bauchschmerzen in erster Linie. Den ganzen Tag über war sie fit. Sie war lebendig. Hat gespielt, getobt, ist gerannt, nach Mäusen gebuddelt und alles weitere übliche. Gegen 12 Uhr hat sie eine volle Mahlzeit zu sich genommen.
Von 15-17 Uhr waren beide Hunde allein. Als wir heim kamen fiel uns auf, dass sie uns nicht wir üblich begrüßte. Sie stand da, als ob sie Bauchweh hätte. Nichts unübliches. Später wollte ich einen Kappillartest am Zahnfleisch machen. Das war ganz kalt. Also zur Klinik gegen 18Uhr. Bauchraum wurde geröntgt. Alles sah gut aus. Der Arzt tippte auf eine Kolik. Er gab was gegen Bauchweh und für den Kreislauf. Danach trank sie auch was. Sie sollte nichts mehr essen.
Sie schlief und war ruhig. Schmuste. Alles war okay. Wir schliefen auf dem Sofa ein, sie davor.
Nachts um halb zwei jaulte sie auf. Bekam eine Art epilleptischer Anfall. War apathisch und nicht ansprechbar. Wieder in die Klinik. Brustkorb geröntgt. Sah alles gut aus. Die Zunge war ganz blau. Er hat abgehört. Nichts. Hat Puls gemessen und stellte dann fest – Herz schlägt gut, aber hinten am Körper scheint nichts anzukommen. Das war seine Aussage.
Dann packte er das EKG aus und das sah (gelinde gesagt) beschi**en aus! Es war absolut ohne Rhythmus und geriet regelrecht ausser Kontrolle. Ich dachte, das Gerät wäre kaputt. Der Hund lag normal da. Für gewöhnlich steht oder sitzt sie – aber diesmal lag sie nur.
Als wir am besprechen waren, ob wir die 40km nach Reutlingen zum Herzspezialisten wagen sollen, bekam sie wieder eine Art Anfall. Schnappte nach Luft. Wir konnten nur noch den Erstickungstod bewahren.
Das war sehr schlimm für uns. Rosa war fast 10 Jahre bei uns. Unser erster Hund. Wir brachten sie gemeinsam aus unserem ersten gemeinsamen Urlaub aus Griechenland mit. Sie war einfach klasse.
Es tut noch immer weh.
Fakt ist, dass ihr Magen von mittags an immer noch gefüllt war. Normalerweise leert sich der Magen eines Hundes nach etwa 4 Stunden. Das heißt, bereits vor dem ersten Arztbesuch hat der Magen zumindest nicht gearbeitet.
Ich habe auch mit unseren beiden Tierärzten gesprochen, zu denen wir üblicherweise gehen. In die Klinik sind wir gegangen, weil es Sonntagabend war.
Beide sagten, dass ein Hund der Größe und Alter durchaus innerhalb kurzer Zeit einen Herzfehler entwickeln kann, den man nur durch Zufall erkennt. Evtl. war es auch ein Aneurysma.
Wir haben sie nicht obduzieren lassen. Das wollten wir nicht.
Gift konnte auch ausgeschlossen werden. Anscheinend ist diese Art Erkrankungsbild oder eben die gesamte Geschichte, was da passiert ist, für unsere Ärzte auch nicht unbekannt.
Wir waren zuletzt im März mit ihr beim Arzt. Diesmal in einer anderen Klinik in Ludwigsburg, wegen ihrem Knie. Sie hatte eine leichte Arthrose. Für die Punktierung war sie dann auch in Narkose und hatte keinerlei Probleme.
Nun frage ich mich – hätte der behandelnde Tierarzt nicht bereits vor dem EKG die Rhythmusstörungen erkennen müssen. Also per abhören meine ich.
Kann es sein, dass diese Rhythmusstörungen evtl. erst durch die Medis gegen Kolik und für den Kreislauf am frühen Abend ausgelöst wurden?
Ich möchte einfach gerne wissen, wie ich mich zukünftig verhalten soll, wenn ich je wieder einen Hund wegen Kreislauf zum Arzt bringen muss.
Wir haben noch eine zweite Hündin. Sie leidet sehr unter dem Verlust. Erst vier Tage zuvor hatte sie eine Kastration. Und das mit 5,5 Jahren, wegen schwerer Scheinträchtigkeiten.
Ich danke bereits im voraus, falls mir jemand Tipps, Ratschläge, Infos geben kann.
Ich will lernen und zukünftig Vermeidbares vermeiden.
Danke!!
@LuckyNum…
danke für deine Worte! Es schmerzt noch immer. Auch wenn es manche vielleicht nicht verstehen können – aber für diesen Hund hätte ich wirklich alles gemacht!
Ich glaube auch nicht, dass wir noch was hätten machen können. Gerade, dass schon mittags der Magen nicht mehr gearbeitet hat. Selbst wenn operabel noch was möglich gewesen wäre, hätte ihr Kreislauf das wohl nicht mehr mitgemacht.
Aber ich hoffe, dass ich zumindest daraus lernen kann. Kann ich davon ausgehen, dass Rhythmus-Störungen hörbar sind oder sollte ich sicherheitshalber doch ein EKG machen, falls ein ähnlicher Fall je wieder vorkommt.
Ich weiß – man soll sich nicht verrückt machen. Aber man macht sich halt doch so seinen Kopf.
Dass hier kaum Ärzte sind, dachte ich mir schon. Aber vielleicht gibt es ja jemanden, der dazu was weiß…
Beste Antwort:
Answer by LuckyNumber7
Tut mir leid für deinen Hund und für dich
leider sind hier weder Ärzte, noch Veterinäre die dir deine Fragen beantworten können….so wie ich das lese, hört es sich für mich schon so an, als wäre das so oder so das Ende gewesen, also ein Aneyrisma…da gegegen kann man nichts machen…
Wenn es platzt, spielt das Herz verrückt, da es den Blutverlust ausgleichen will und nicht schafft….
Du hast alles richtig gemacht, dein Hundschen war krank
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